Cannabiskonzentrat [Kief] – Cannabis hat viele Gesichter

kief

Teil 1: Kief – Blüten sind von gestern…

Heutzutage trifft man Cannabis in vielen verschiedenen Formen an. Je nach Kontinent und Kultur werden gewisse Formen der Pflanze bevorzugt. Wenn du erst einmal einen Rundgang in der Cannabisszene machst, wirst du viele unbekannte Begriffe um den Kopf geschmissen bekommen. Solch Insiderbegriffe wie Kief, Shatter und BHO sind geläufig und bringen den einen oder anderen ins Grübeln. Die Meisten kennen Cannabis in seiner klassischen Form: Getrocknete und intensiv riechende Blüten. In diesem Beitrag möchte ich ein wenig Ordnung ins Getümmel bringen und euch die verschiedenen “Gesichter” des Cannabis vorstellen. Wir fangen an mit Kief…

Kief – Die älteste Art von Cannabiskonzentrat

Kief (Bild von commons.wikimedia.org)

Kief ist wohl die älteste und simpelste Methode Cannabis zu konzentrieren. Die feine, pulvrige Form unserer Lieblingspflanze. Genau genommen besteht Kief aus den Trichomen (Pflanzenhaare) der getrockneten Blüten. Trichome sind die kleinen weißen/durchsichtigen Zipfelchen auf den Blüten, zu sehen sind diese nur unter einem Mikroskop. In diesen so genannten Trichomen machen es sich die Wirkstoffe gemütlich. Wie ein VIP-Bereich für die Cannabiswirkstoffe, denn hier befinden sich die meisten Cannabinoide (THC,CBD,CBN usw.) Ein günstiges Taschenmikroskop macht die Trichome auch für den Durchschnittskiffer sichtbar. Kief ist der Grundbestandteil von Hash, aber dazu mehr im nächsten Beitrag. Um Kief zu gewinnen trennt man die Trichome und Blüten voneinander. 

Trichome unter einem Mikroskop (Bild von cannabis.info)

Kief – Trockensiebung

Es gibt verschiedene Wege die Trichome von den Blüten zu separieren. Zwecks des Verständnisses möchte ich die simple Methode vorstellen. Diese nennt sich Trockensiebung und wie der Name schon verrät, werden hier die Trichome durch ein feines Sieb von den Blüten getrennt. Diese Methode kennst du wahrscheinlich auch durch deinen Grinder (Kräutermühle). Grinder mit Pollenfilter tun im Prinzip das Gleiche. Nach wochenlangem grinden (zerkleinern) sammelt sich eine beachtliche Menge an Kief im untersten Fach des Grinders.

…kommen wir zurück zur konventionellen Trockensiebung…

Um das ganze einfach und effektiv zu gestalten, gibt es eigens dafür entwickelte Beutelsiebe. Vor dem Sieben werden die Blüten in einem Zippbeutel ins Eisfach gestellt. Für die maximale Ausbeute an Kief, gibt es einen Trick. Den zerkleinerten Blüten wird Trockeneis beigemengt. Denn Kälte lässt die Trichome erhärten und somit lösen sie sich besser von der Blüte. Anschließend wird das Beutelsieb kräftig geschüttelt, ein Tablet/Behälter fängt die feinen Trichome auf. Ein Video zur Verdeutlichung des Prozesses: 

Schritt 1

Zerkleinern:

Blüten grob zerkleinern (nicht pulverfein!)

Schritt 2

Kühlen: 

Blüten in einen Zipbeutel für mind. 30 min. ins Tiefkühlfach 

Schritt 3

Schütteln:

Die gekühlten Blüten in den Beutelsieb und kräftig schütteln

Schritt 4

Kratzen:

Zum Schluss wird das Kief von der Oberfläche des Auffangbehälters abgekratzt

Kief ganz einfach selbst gewinnen – Pack deinen Grinder aus

Falls du jetzt auch Lust bekommen hast, gibt es noch eine ganz einfache Methode um an Kief zu kommen. Dafür benötigst du einen Grinder mit Pollenfilter, eine 1€ Münze und natürlich das gute, alte Kraut deines Vertrauens. Die Münze dient als Gewicht, um die Trichome durch das sieb zu klopfen.

Schritt 1

Zerkleinern:

Leg die 1€ Münze auf das Pollensieb deines Grinders. Schraube ihn wieder zusammen und zerkleinere deine Blüte.

Schritt 2

Kühlen: 

Leg deinen Grinder mitsamt der zerkleinerten Blüte und der Münze ins Kühlfach. Lass es dort für mind. 30 min. stehen.

Schritt 3

Schütteln:

Jetzt kannst du deinen Grinder wieder aus der Kühltruhe nehmen. Anschließend schütteln und zwischendurch auf eine harte Oberfläche klopfen.

Schritt 4

Kratzen:

Zum Schluss schraubst du das unterste Fach des Grinders auf und kratzt das Kief ab. 

Bild von commons.wikimedia.org

Kief bringt eine gute Abwechslung zu den Blüten. Du kannst es auf deinen Joint streuen, oder Hash damit pressen. Es gibt viele Verwendungsmöglichkeiten bis hin zum E-Liquid. Im nächsten Teil geht es um das gut bekannte Braune: Hash! Ich hoffe du hattest Spaß beim Lesen und hast was dazu gelernt. Für Anregungen und Feedback kannst du gerne die Kommentarfunktion nutzen.

Empfehlung 

Falls du auf der Suche nach einem Grinder mit Pollenfilter bist, dann habe ich eine Empfehlung für dich.

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Grinder mit Pollenfilter und einem Scratcher

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EA
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